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Übersicht ausgewählter Studien (Archiv)

 

Mit Kindern unterwegs im Internet

Beobachtungen zum Surfverhalten – Herausforderungen für die Medienaufsicht (Jugendschutz und Werbung)

Petra Grimm, Tobias Keber, Boris Kühnle, Roland Mangold, Oliver Zöllner unter Mitarbeit von Stefanie Fächner, Gudrun Galdean, Katja Heiner, Clarissa Henning

Im Auftrag der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LfM)
Laufzeit: 01.07.2012 – 31.04.2013

Im klassischen Rundfunk unterliegt die Ausstrahlung von Werbung klaren Vorgaben.
Nicht so im Online-Bereich. Ausdifferenzierte Regeln wie im Rundfunk gibt es hier nicht. Und obwohl die Online-Werbung kontinuierlich zunimmt, erfährt das Thema bisher nur
eine unzureichende Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Dabei lotsen gerade die Rundfunkveranstalter ihre Zuschauer regelmäßig gezielt auf ihre Internetauftritte und konfrontieren diese mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Werbeformen. Dies kann insbesondere Kinder vor Probleme stellen, da sie nur über wenige Strategien verfügen, sich selbst vor schädigenden Inhalten zu schützen. Ziel des Forschungsvorhabens war es, konkrete Risiken für die jungen Nutzer und Lücken in der Gesetzgebung ausfindig machen. Dabei wurde untersucht, inwiefern junge Zuschauer und Nutzer in der Lage sind, Werbung im Internet zu erkennen und wie sie darauf reagieren. Anhand der Ergebnisse kann konkretes Material zur Werbekompetenzförderung in der Schule und in der elternpädagogischen Arbeit aufgestellt werden.

Publikation der Studie im Nomos Verlag

 

Porno im Web 2.0

Welche Rolle spielen sexualisierte Web-Inhalte in der Lebenswelt von Jugendlichen?

Petra Grimm, Stefanie Rhein, Michael Müller unter Mitarbeit von Katrin Berger, Katja Kirste und Michael Werkmeister

Im Auftrag der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) mit Unterstützung der Bayrischen Landeszentrale für neue Medien (BLM).

Sexualisierte und pornografische Inhalte sind für Kinder und Jugendliche insbesondere über das Internet leichter zugänglich als jemals zuvor. Dies gilt zum einen für eine aktive und gezielte Nutzung von Pornografie, zum anderen erhöht sich durch das Internet aber auch das Risiko der ungewollten Konfrontation mit entsprechenden Inhalten, zum Beispiel über Pop-ups oder unverdächtig wirkende Link-Empfehlungen. Beides gehört, wie diese Studie zeigt, mittlerweile zum Internetalltag vieler Jugendlichen. Die Nutzungshäufigkeit besagt allerdings noch nichts darüber, wie Jugendliche auf diese Inhalte reagieren, warum sie sie nutzen und welche Einstellungen sie zu ihnen haben. Im Fokus des Forschungs-
interesses stand daher auch die Frage nach der Relevanz pornografischer Inhalte in
der Lebenswelt der Jugendlichen und wie sie damit umgehen. Jugendliche wurden
in zehn unterschiedlichen Fokusgruppen zu ihren Erfahrungen, Nutzungsmotiven und Einstellungen in Bezug auf sexualisierte bzw. pornografische Medieninhalte sowie deren Wirkungen befragt. Außerdem wurden Interviews mit 14 Experten aus den Bereichen der Jugendpsychotherapie, Jugendpsychiatrie, Sexualpädagogik, Medizin, Sexualwissenschaft, Sozialpädagogik und Ethik zum jugendlichen Pornografiekonsum und dessen Wirkungs-
kriterien geführt.

Download der Präsentation zur Studie
Publikation im istas Verlag

 

Gewalt im Web 2.0

Der Umgang Jugendlicher mit gewalthaltigen Inhalten und Cyber-Mobbing sowie die rechtliche Einordnung der Problematik

Petra Grimm, Stefanie Rhein, Elisabeth Clausen-Muradian unter Mitarbeit
von Elisabeth Koch und Christoph Eisemann

Im Auftrag der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) zusammen mit den Landesmedienanstalten BLM, LMK, MA HSH, MSA, TLM.

Jugendliche nutzen das Internet in Form des Web 2.0, um miteinander zu kommunizieren, sich selbst darzustellen und um Fotos und Filme auf entsprechenden Portalen (wie z. B. YouTube, MySpace) auszutauschen. Befindet sich der Computer im Kinderzimmer, wird
er zum Bestandteil der Privatsphäre der Kinder und Jugendlichen. Die Welt des Internets bietet unbestritten einen Zuwachs an Unterhaltungs-, Informations- und Kommunikations-
möglichkeiten. Es gibt in dieser Welt aber auch Schattenseiten, auf die es aufmerksam zu machen gilt. Das Forschungsvorhaben beschäftigte sich mit dem Umgang Jugendlicher mit gewalthaltigen Inhalten und mit Cyber-Mobbing in Auftrag zu geben. Befragt wurden hierbei über 800 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren. Die Ergebnisse dieser Studie sind dazu angetan, die Anstrengungen im Bereich Medienkompetenz in Bezug auf die Eltern, aber auch auf andere für die Erziehung Verantwortliche noch einmal zu verstärken.

zum Download der Studie