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Das | Im Internet erzählen

Tagung am 11.06.2015 an der Hochschule der Medien Stuttgart

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Das Internet beeinflusst nicht nur die individuelle Geschichte jedes einzelnen Nutzers, das Internet schreibt auch selbst Erzählungen über den Fortschritt, den Nutzen und die Gefahren, die mit der Digitalisierung für die Gesellschaft verbunden sind. Nicht selten haben diese Erzählungen utopischen oder dystopischen Charakter, wie z. B. die Narrative über Social Media und deren Funktion. Ob für wahr gehalten oder fiktional, Narrative des Internets erklären uns den „Sinn“ und „Wert“ der Digitalisierung und beeinflussen damit unsere Erwartungen oder Ängste, die wir mit diesem gesellschaftlichen Prozess verbinden. Zudem hat das Internet eine neue Form des Erzählens – z. B. digitales Storytelling – ermöglicht.

Erzählungen / Storytelling / Narrativität sind im Zusammenhang mit dem Internet in unterschiedlichen Kontexten relevant:
• Konkrete „Erzählungen“ über das Internet und die Digitalisierung, die in den Medien thematisiert werden und die einerseits neue technische Entwicklungen beschreiben, andererseits aber vor allem ethische Fragen zur Problematik des Datenschutzes, der Privatheit und im Zusammenhang damit der Identität des Menschen im Zeitalter der Digitalisierung behandeln.
• Meta-Narrative über die Auswirkungen des Internets auf Politik, Gesellschaft und alltägliches Leben, z. B. die Geschichte von der digitalen Basisdemokratie der Wissensgesellschaft oder der Sharing-Society, aber auch dystopische Geschichten etwa von der allgemeinen Überwachung durch Algorithmen, der zunehmenden Kommerzialisierung etc.
• Neue Formen des Geschichtenerzählens, die mit dem Netz und der Digitalisierung entstanden sind und unter den Stichworten „Transmedialität“ oder „Crossmedialität“ diskutiert werden.



Die diesjährige Veranstaltung IDEepolis 2015 ist eine gemeinsame Tagung mit dem Institut für Angewandte Narrationsforschung (IANA)