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IDEepolis 2017

In Pursuit of (Virtual) Happiness? – Mensch, Maschine, Virtuelle Realität

Tagung am 21.06.2017 an der Hochschule der Medien Stuttgart,
Nobelstraße 10a, S003
→ zum Programm
→ Interview mit Petra Grimm: Digipolis – Die Beste aller Welten

Anmeldung geschlossen

Interaktionen zwischen Menschen und mechanischen Maschinen gibt es seit Jahrhunderten. Auch die Vision eines „Cyberorganismus“ (Cyborg) begleitet die Modernisierungsprozesse seit Jahrzehnten, teils als Utopie, teils als Dystopie. Aber seit dem Beginn der Digitalisierung haben sich die Ausgestaltungen und Anwendungsmöglichkeiten von Mensch-Maschine-Interaktionen vervielfacht, ausdifferenziert und vor allem zunehmend in den Alltag eingeschrieben.
Dies macht etwas mit dem Menschen und seinem Verständnis von Realität. Wie wird das Eintauchen in virtuelle Realitäten unser Handeln, Denken und Fühlen in der „wirklichen“ Realität beeinflussen? Brauchen wir einen ethischen Kodex für Virtual Reality? Intelligente Systeme nutzen große Datensätze (Big Data) und lernen dazu, bald auch eigenständig. Hier stellt sich schnell die Frage nach der Kontrolle: Steuern solche smarten Systeme bald z. B. auch unsere Autos? Brauchen wir eine Ethik der Algorithmen?
Bereits heute wird deutlich, wie wichtig diese (auch im übertragenen Sinne) Steuerungsfrage ist: Welche Rolle spielen in Zukunft der Mensch und seine spezifisch menschlichen Leistungen, seine Denk- und Steuerungsfähigkeiten, seine Entscheidungen inklusive seiner Unzulänglichkeiten, seine ganz eigene Intelligenz, seine Wertvorstellungen, seine ethischen Haltungen und Orientierungen? Sind wir auf dem Weg zum virtuellen Glück? Um mit Aristoteles zu sprechen: Welche Art von menschlicher Vortrefflichkeit wollen wir in einer von Algorithmen geprägten Zukunft anstreben, welches Leben leben?

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Auf der Fachtagung tragen Forscherinnen und Forscher in Keynotes, Impulsvorträgen und Forenpräsentationen Grundlagen, aktuelle Trends und Ergebnisse zum Thema „Mensch, Maschine und Virtuelle Realität“ vor und diskutieren sie mit dem Publikum.

Im Anschluss erfolgt zum 14. Mal die Verleihung des Medienethik-Awards META, bei dem herausragende journalistische Beiträge zum Thema „Mensch – Maschine“ von einer studentischen Jury prämiert werden.