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Automatisiertes ELSI-Screening & Assessment-Tool für MTI-Forschungsvorhaben (ELSI-SAT)

Laufzeit des Projektes: April 2019 – September 2020

ELSI im Forschungsfeld der Mensch-Technik-Interaktion

Welche ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte sind bei Forschungsprojekten im Kontext der Mensch-Technik-Interaktion zu berücksichtigen? Antwort auf diese Frage soll zukünftig eine Software liefern, die im Rahmen des Forschungsprojektes ELSI-SAT entstehen wird.
Antragsteller von Forschungsprojekten aus technischen Bereichen stehen vor der Herausforderung ethische, rechtliche und soziale Gesichtspunkte einzubeziehen. Diese nicht-technischen Aspekte werden unter dem Begriff ELSI ( „ethical, legal and social implications“) zusammengefasst.

Ziel des Forschungsprojektes ELSI-SAT

Im Forschungsprojekt ELSI-SAT wird eine Software entwickelt, die Forscherinnen und Forscher bei der Berücksichtigung ethischer, rechtlicher und sozialer Aspekte unterstützt. Über einen Fragenkatalog ermittelt die Software für den Nutzer relevante ELSI-Gesichtspunkte und zeigt diese auf. Dadurch findet eine Sensibilisierung, Reflexion und Evaluation ethischer, rechtlicher und sozialer Fragen statt. Dies ermöglicht Forscherinnen und Forschern noch nicht berücksichtigte ELSI-Implikationen zu erkennen und einzubeziehen.
Eine Ablehnung von Forschungsanträgen aufgrund einer nicht ausreichenden Beachtung von nicht-technischen ELSI-Aspekten, beispielsweise datenschutzrechtlichen Fragen, wird so entgegengewirkt. Zudem wird die Begutachtung von Forschungsanträgen durch das Tool erleichtert. Das Forschungsprojekt ELSI-SAT leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu einer Technikgestaltung, die verantwortungsvoll und am Menschen orientiert ist (Ethics by Design).

Die Aufgaben des Instituts für Digitale Ethik

Das Institut für Digitale Ethik analysiert bereits existierende Methoden in Hinblick auf ethische, rechtliche und soziale Kriterien. Auf dieser Grundlage werden allgemeingültige ELSI-Implikationen bei Projekten zur Mensch-Technik-Interaktion identifiziert und in einen standardisierten Fragekatalog übertragen. Aspekte wie Privatsphäre, Transparenz, Diskriminierung und Vertrauen werden in Items übersetzt und in einem Screening- und Assessment-Tool abgebildet und ausgegeben.

Partner:

  • HdM-internes Projekt zusammen mit Prof. Dr. Simon Wiest, Studiengang Audiovisuelle Medien (IT)

 

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.