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Smartphone-basierte Analyse von Migrationstrends zur Identifikation von Schleuserrouten (SmartIdentifikation)

Laufzeit des Projektes: 01. April 2018 – 31. März 2020

zur offiziellen Bekanntmachung des BmBF

Motivation

Die Flüchtlingswelle 2015/16 hat Einsatzkräfte und Migrationsmanagement sowohl in Österreich als auch in Deutschland an ihre Grenzen geführt. Daher ha­ben beide Länder beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln und auf bilateraler Ebene gemeinsam zu forschen, um Schleuserkriminalität zu bekämpfen und das Migrationsmanagement zu optimieren. Zentraler Ver­besserungsbedarf besteht dabei in der Überprüfbarkeit der Angaben von Migrantinnen und Migranten ohne gültige Dokumente. Daher sollen mobile Systeme zur Unterstützung der Polizeikräfte im operativen Einsatz entwickelt werden.

Ziele und Vorgehen

Das deutsch-österreichische Kooperationsprojekt Smar­tIdentifikation wird ein System entwickeln, um Daten aus mitgeführten Dokumenten und Smartphones aus­zuwerten. Mithilfe dieser Daten sollen die Identität von Personen sowie die von ihnen getätigten Angaben über­prüft werden. Dazu werden die für eine Alterserkennung auf dem Smartphone gespeicherten Bilder herangezo­gen. Weiterhin wird versucht, Schleuserrouten mittels Analysen aus den erhobenen Daten zu identifizieren. Da­bei sollen auch alternative Kommunikationsplattformen zur Entdeckung der Schleuser analysiert werden. Parallel zu den technischen Entwicklungen werden die recht­lichen und ethischen Rahmenbedingungen für einen akzeptierten und rechtskonformen Einsatz des Systems im Projekt erforscht und in die technische Realisierung überführt.

Innovationen und Perspektiven

Das System wird es ermöglichen, bei mobilen Kontrol­len die Aussagen der Migrantinnen und Migranten zu überprüfen und ihre Mitnahme zu Polizeiwachen auf ein Minimum zu reduzieren. Weiterhin wird die Verfolgung von Schleuserkriminalität durch die gewonnenen Daten über Routen und Chats unterstützt. Zum Nachweis der Einsatztauglichkeit werden Feldtests durchgeführt.

Partner:

  •  RWTH Aachen (Koordination)
  •  Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  •  Hochschule der Medien, Stuttgart
  •  Bundespolizeipräsidium, Potsdam
  •  G2K Group GmbH, München
  •  SBA Research gGmbh, Wien (Österreich)
  •  T3K Forensics GmbH, Wien (Österreich)
  •   Kibosec GmbH, Wien (Österreich)
  •  Universität Wien (Österreich)
  •  Bundesministerium für Inneres, Wien (Österreich)

Assoziierte Partner:

  • SAP Deutschland SE & Co. KG, Walldorf

 

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Forschung für die zivile Sicherheit, Bekanntmachung: „Zivile Sicherheit – Fragen der Migration“ gefördert.